Männer-Oberliga Baden-Württemberg, Staffel 2
TSV Bönnigheim – Tv Flein 29:25 (15:8)
Endlich wieder ein Erfolgserlebnis für die Bönnigheimer Handballer nach einem Paukenschlag auf der Trainerbank Anfang letzter Woche.
„Wir sahen uns nicht mehr in der Lage , Impulse zu setzen“, begründete Simon Weiberle, warum er und Julian Weresch ihre Trainerämter beim Oberligisten TSV Bönnigheim abgegeben haben. Kurzfristig übernahmen Philipp Dröse, der Trainer der zweiten Mannschaft, und der Sportliche Leiter Lucas Vogelmann federführend die Leitung des Trainings. Dröse stand am Samstagabend in der Bönnigheimer Sporthalle im Derby gegen den TV Flein an der Seitenlinie in der Verantwortung, und konnte da gleich einen für viele sicherlich überraschenden 29:25 – Heimerfolg seines Teams bejubeln.
„Im Training letzte Woche war eine andere Einstellung zu beobachten. Wir haben die Abläufe angesprochen, und davon haben wir im Spiel einen Großteil umgesetzt. Ausschlaggebend war, dass jeder für jeden 60 Minuten lang gerackert hat. Letzlich haben wir als Team gewonnen“, sagte Dröse, der als guter Motivator auftrat.
Natürlich brauchte es dazu auch eine Reaktion der Mannschaft, die zuletzt doch stark enttäuschte. Es fehlte mal an Struktur, mal an Mentalität. Und siehe da. Es schien als ob nach dem Wechsel auf der Trainerbank ein Ruck durchs Team ging: die Bönnigheimer belohnten sich nach einem leidenschaftlichen Vortrag mit dem ersten doppelten Punktgewinn seit Ende November (33:32 – Auswärtssieg bei der TSG Söflingen).
Dabei kam ihnen zu Gute, dass die Fleiner eine aus ihrer Sicht unterirdische erste Halbzeit spielten, und zur Pause schon mit 8:15 – im Rückstand lagen. Vor allem Cedric Ziegler, aber nicht nur er, waren weit entfernt von Normalform.
Mit einer 100-Prozent-Quote und sieben Toren, davon vier vom 7m-Strich, war Jaron May bester Werfer auf Seiten der Gastgeber, gefolgt von den stark verbesserten Robin Mack und Andreas Horst mit jeweils sechs Treffern.
Bis zum 5:5 (14.) agierten beide Teams auf Augenhöhe, vergaben aber bis dahin auch einige gute Wurfmöglichkeiten. Danach setzte der TSV zum Sturmlauf an, der über 8:5 und 10:6 (25.) und 14:7 zum 15:8 – Pausenstand führte. Überhaupt war es in den ersten 30 Minuten ein Auftritt der Marke „Wiedergutmachung“, den sich die Verantwortlichen des TSV Bönnigheim nach der Heimniederlage gegen Leutershausen und dem Trainerwechsel gewünscht und vielleicht auch erhofft hatten.
Auch nach dem Wechsel hielten die Einheimischen den Gegner zunächst auf einem durchaus beruhigenden Abstand von fünf bis sechs Toren, ehe es beim 25:21 (55.) und und 27:24. drei Minuten vor dem Abpfiff, doch noch etwas enger wurde. Nach einer Auszeit von Philipp Dröse beruhigte Andreas Horst mit seinen beiden Toren zum 28:24 und 29:24 die Nerven der Bönnigheimer. Sven Kroll, zusammen mit Timon Ströbel, mit sechs Toren bester Werfer seines Teams, betrieb ganz zum Schluss noch etwas Ergebniskosmetik zum 29:25 – Endstand.
Am Samstag, 21.02. spielt der TSV um 19:30 Uhr im Kellerduell bei der SG Lauterstein. Beide Mannschaften stehen mit 10:22 – Punkten am Tabellenende.
Spielstatistik:
TSV Bönnigheim:
Felix Kerber, Nick Teschke im Tor-
Benedikt Qual (3), Henri Haug, David Müller (2), Levin May (1), Jaron May (7/4), Yannick Herter, Robin Mack (6), Timo Zundel, Fabian Schmid (1), David Track, Güngör Cakar (2), Andreas Horst (6), Leon Tingler (1)
Beste Torschützen beim TV Flein:
Timon Ströbel und Sven Kroll je 6, Felix Reichert 5/2
Zeitstrafen: TSV 5 – Flein 6
Siebenmeter: 4/4 Tore – 5/3
Dittmar Zäh (dz)
