Männer-Oberliga Baden-Württemberg, Staffel 2

SG Lauterstein - TSV Bönnigheim 35:32 (17:15)

Im Kellerduell der Oberliga Baden-Württemberg zwischen dem SG Lauterstein und dem TSV Bönnigheim behielten die Gastgeber in der Kreuzberghalle von Lauterstein-Nenningen mit einem letztlich verdienten 35:32 – Erfolg die Oberhand. Wie schon zu oft in dieser Saison, standen sich die Bönnigheimer einmal mehr selbst im Weg. Der Tabellenletzte, der von Beginn an einem Rückstand hinterher rennen musste, kämpfte sich zwar nach einem Sechs-Tore-Rückstand Mitte der zweiten Hälfte in der 58. Minuten noch auf 31:30 heran, doch letztlich fehlte dann entweder die Cleverness oder das nötige Glück. Chancen dem Spiel in den Schlussminuten eine Wende zu geben waren sicherlich da, doch schließlich profitierten die ein bisschen abgezockter auftretenden Lautersteiner von individuellen Fehlern des TSV, hatten aber auch das nötige Quentchen Glück, dass gleich zwei Abpraller von TSV-Torhüter Mario Schulz direkt ihre Hände fielen.

Durch diese Niederlage im Abstiegskampf gegen einen unmittelbaren Tabellennachbarn rückt der Abstieg aus der Oberliga bedenklich nahe. Wenns auch schwer wird, doch aufgeben gilt nicht! Noch sind neun Partien zu spielen.

„Es hat zeitweise gewirkt, als ob wir uns um den Ernst der Lage nicht bewusst wären“, sagte ein sichtlich enttäuschter und unzufriedenen Jaron May, der mit acht Toren bester Torschütze seines Teams war. Aber auch Bönnigheims Interims-Coach Philipp Dröse, der nach dem überzeugenden Heimsieg gegen Flein auf einen weiteren Schub gehofft hatte, haderte mit der Niederlage: „Wir haben Moral bewiesen, und uns nach der Schwächephase zu Beginn der zweiten Halbzeit gut ran gekämpft, aber ich hadere vor allen Dingen mit den vielen freien Chancen, die wir vergeben haben“, meinte er. Sicherlich mit ausschlaggebend für die schmerzhafte Niederlage war auch die unglückliche Rote Karte für David Müller, der in einer Abwehraktion völlig unabsichtlich einen Gegenspieler im Gesicht traf. Er war mit seinen sechs Treffern in Durchgang eins mit verantwortlich, dass seine Farben zur Pause durchaus noch in Schlagdistanz waren.    

Lauterstein, das ebenfalls wie der TSV nach nur 10 Punkten aus 16 Spielen, mit dem Rücken zur Wand stand, wirkte von Anfang an voll fokusiert und immer wieder den Hauch wacher als die Gäste. Die Bönnigheimer brauchten fast sieben Minuten um durch David Müllers verwandelten 7m zum 2:1 endlich was Zählbares auf die Anzeigentafel zu bringen. Jaron May gelang per Konter der Ausgleich zum 9:9 (20. Minute), aber erneut legten die Gastgeber vor, und gingen mit einem 17:15-Vorsprung in die Kabine, weil sich auf Gäste Seite immer wieder Flüchtigkeitsfehler einschlichen.

Unkonzentriert und sicherlich auch etwas geschockt durch die Disqualifikation ihres bis dahin besten Werfers David Müller begannen die TSV-ler nach dem Wechsel. So konnte die SG Lauterstein innerhalb von sieben Minuten auf 22:16 (37.) davonziehen, und diesen Vorsprung bis zum 26:20 (46.) auch halten, weil den Gästen auch in Überzahl  gleich zwei Mal hintereinander die Kugel nicht ins gegnerische Tor befördern konnten.      

Schlussendlich war die 31:30 – Annäherung zu wenig, um am Ende die Halle als Sieger verlassen zu können.

Nächsten Samstag, 28.02. empfängt der TSV in eigener Halle zum Lokalderby die SG BBM Bietigheim 2, Spielbeginn 20 Uhr.

Spielstatistik:

TSV Bönnigheim:

Felix Kerber, Mario Schultz im Tor- 

Benedikt Qual 4, David Müller (6/2), Jaron May (8), Guiseppe Galluccio (1), Yannick Herter (2), Robin Mack (4), Lucas Vogelmann, Timo Zundel, Fabian Schmid, David Track (1), Güngör Cakar (1), Andreas Horst (2), Leon Tingler (3/2)

Beste Torschützen bei der SG Lauterstein:

Mario Kölle 11/3, Luca Helfrich 7, Silas Bäuerle 5

Zeitstrafen: SG 3 - TSV 4

Besondere Vorkommnisse: Disqualifikation für Nico Abele (SG, 18:35 min.), sowie für David Müller (31:35) und Robin Mack (58:52)

Siebenmeter: 3/3 Tore – 5/4

Dittmar Zäh (dz)