TSV: Wir blicken auf eine abgebrochene Saison zurück, was waren die wichtigsten Ergebnisse?


Christof: Unsere beiden ersten Mannschaften, sind jeweils mit 3 Siegen in Folge super in die Saison gestartet. Und das obwohl wir bei unseren F1 einen großen personellen Umbruch zu bewältigen hatten. Im weiteren Saisonverlauf gab es bei spannenden  Spielen dann immer wieder Leistungsschwankungen. Vor allem bei den M1 hatten wir ab dem Jahreswechsel mit vielen verletzten Spielern einen schweren Stand. Da eben auch die Umstrukturierung der Spielklassen auf HVW-Ebene umgesetzt wurde sind wir mit dem Klassenerhalt unserer Teams zufrieden.
Sehr erfreulich ist die Leistung unserer Damen 2, die sich mit dem zweiten Platz in der Bezirksliga den Aufstieg in die Landesliga sicherten. Die männliche B- und C-Jugend erreichte ebenfalls einen starken zweiten Platz in der Bezirksliga und Bezirksklasse.
Die Meisterschaft in der Kreisliga konnte die weibliche D-Jugend ungeschlagen für sich entscheiden. Auch die gemischte D-Jugend durfte sich über den Staffelsieg der Kreisliga freuen.

TSV: Während einige wenige Jugendmannschaften schon die Runde beendet hatten, legte Corona dann Mitte März die komplette Sportwelt lahm. Nach einer ersten Schockstarre bedeutete dies dann einiges an Mehraufwand für euch…
Christof: Nicht nur das. Flexibilität, Kreativität und Spontanität waren fortan gefragt. Während die ersten Mannschaften Ende Mai mit individueller Fitness in die erste Vorbereitungsphase von zu Hause aus starteten, liefen im Hintergrund die Planungen. Um  gemeinsame Einheiten auf dem Sportplatz umsetzen zu können, wurde ein Schutzkonzept für Freiluft-Sportstätten erarbeitet und in Abstimmung mit den Städtischen Vertretern freigegeben. Anschließend ging es an die Abstimmung der Trainingszeiten auf  den verschiedenen Sportplätzen in Bönnigheim, Hofen und Hohenstein. Immer wieder gab es neue Regelungen und Anpassungen die langsam ein handballgerechtes Training in Aussicht stellten. Ende Juni ging es dann erstmals wieder in die Halle,  selbstverständlich unter Einhaltung des Schutzkonzepts für Sporthallen. Gespräche, Schulungen und aufwändiger Schriftverkehr prägten den Alltag.

TSV: Was erwartet die Zuschauer in der Saison 2020/2021?
Christof: Durch die etwas durcheinander gewirbelte Vorbereitungsphase und die nicht optimalen Trainingsbedingungen kann man den Leistungsstand der Teams diesmal deutlich schlechter einschätzen. Für unser junges F1-Team erwarten wir stabile  Leistungen und wollen uns in der oberen Tabellenhälfte platzieren. Unser M1-Team haben wir mit Neuzugängen mit viel Potenzial verstärkt und hoffen deshalb ebenfalls in der vorderen Tabellenhälfte mitspielen zu können. Für unsere zweiten und dritten  Mannschaften steht sicher der Klassenerhalt im Vordergrund. In unserem staken Jugendbereich möchten wir uns weiter verbessern und auf Bezirksebene zu den besten Teams gehören. Unsere Jugendleitung und das Jugendtrainerteam arbeiten mit viel  Engagement an der nachhaltigen Entwicklung unserer Jugend-SpielerInnen. Auf alle Fälle sind alle Spielerinnen und Spieler nach der langen handballfreien Zeit besonders heiß darauf wieder richtig Handball spielen zu können.

TSV: 2021 wird die Handballabteilung 75 Jahre alt, ist hier etwas geplant?
Christof: Wir werden uns sicher etwas überlegen, unser 75-jähriges Jubiläum und unser 50. Pfingst-Zeltlager gebührend zu feiern. Aufgrund der Corona-Krise können wir heute leider noch keinen konkreten Ausblick geben.

TSV: Gibt es ein paar  abschließende Worte, die du noch loswerden möchtest?
Christof: Leider geht auch an uns die Corona- Krise aus wirtschaftlicher Sicht nicht spurlos vorbei. Zwar konnten wir uns in den letzten Jahren sehr solide aufstellen, jedoch machen sich die zusätzlichen Ausgaben für den veränderten Trainingsbetrieb, ein sich veränderndes Sponsorenumfeld und fehlende Veranstaltungseinnahmen bemerkbar. Neben dem vernünftigen Umgang mit unseren finanziellen Mitteln probieren wir auch neue Wege aus. Im Juni 2020 starteten wir eine Crowdfunding-Aktion, die  erfreulicherweise sehr erfolgreich war. An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an alle Unterstützer und Mitwirkende. Wir sind stolz darauf solch einen Zusammenhalt in unserer Handballgemeinschaft zu haben. Des Weiteren möchte ich mich auch  bei allen Trainern, aktiven und passiven Mitgliedern sowie zahlreichen Helfern für ihr Engagement bedanken, ohne die ein so umfangreiches Vereinsleben nicht möglich wäre. Auch der Stadt Bönnigheim gilt ein großer Dank für die Bereitstellung der Sportstätten. Zum Schluss ist es mir noch wichtig unsere Sponsoren zu erwähnen, die uns auch in schwierigen Zeiten treu geblieben sind und den Handball in Bönnigheim so umfangreich unterstützen –
vielen herzlichen Dank!
Ihr Christof Weis
Abteilungsleiter TSV Handball
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